Gesundheit gehört den Menschen – nicht einer Partei
Bad Gandersheim. Das Thema Gesundheit ist eines der besonders emotional diskutierten und sensibelsten in der Stadt. So haben die Schließung des Krankenhauses, der Wegfall der Notaufnahme und die Veränderungen in der medizinischen Versorgung viele Bürgerinnen und Bürger tief bewegt. Umso größer sind daher die Hoffnungen, die sich mit dem BürgerGesundheitsPark (BGP) als Gemeinschaftsprojekt von Stadt, Landkreis Northeim und Universitätsmedizin Göttingen (UMG) verbinden.
Gerade vor diesem Hintergrund betrachtet die CDU Bad Gandersheim die jüngste Veröffentlichung der SPD zum Tag der offenen Tür im BGP am Samstag den 20. Juni mit Verwunderung: „Gesundheit ist keine Bühne für parteipolitische Selbstdarstellung“, erklärt die CDU Bad Gandersheim. „Gerade in einem Bereich, der alle Menschen betrifft, sollten Zurückhaltung und Respekt vor der Bedeutung der Einrichtung selbstverständlich sein“.
Für die Bad Gandersheimer Union ist klar, dass der BürgerGesundheitsPark eine Einrichtung für alle Menschen in der Stadt, unabhängig von ihrer politischen Überzeugung ist. Umso befremdlicher wirkt es, wenn diese Gesundheitseinrichtung im Rahmen eines Wahlkampfes eng mit parteipolitischen Botschaften und der Vorstellung eines Landratskandidaten verknüpft wird.
Selbstverständlich begrüßt die CDU jede positive Entwicklung im BürgerGesundheitsPark. Jede Arztpraxis, jedes neue Angebot und jede Verbesserung der Versorgung ist ein Gewinn für die Menschen vor Ort. Diese erfreuliche Entwicklung ist aber ebenfalls nicht die Folge parteipolitischer Einnahme und Vermarktung, sondern einzig dem großen Engagement der Geschäftsführung des BGP und der Expertise der UMG zu verdanken.
Mithin stellt sich in diesem Bereich jedoch eine grundsätzliche Frage:
Gehört eine solche Einrichtung allen Bürgerinnen und Bürgern oder sollte sie im Wahlkampf als Bühne einer einzelnen Partei genutzt werden?
Für die CDU Bad Gandersheim ist die Antwort eindeutig.
Gesundheit gehört den Menschen. Man habe vor diesem Hintergrund auf eine parteitaktische Bewerbung dieses Termins verzichtet und auch nicht kolpotiert, dass Landratskandidat Thorsten Kühn vor Ort sein wird. Er wird hierbei nicht in der Rolle des Wahlkämpfers, sondern eines interessierten Bürgers auftraten, so wie sämtliche anderen Gäste des BGP.