CDU Bad Gandersheim fordert politischen Wechsel
„Wer Landrat werden will, muss sich an seiner bisherigen Bilanz messen lassen"
Vor der Stichwahl um das Amt des Landrates am 27. September bezieht die CDU Bad Gandersheim klar Position. Für den Stadtverband geht es bei der Entscheidung zwischen Simon Hartmann (SPD) und Thorsten Kühn (CDU) nicht nur um zwei Kandidaten. Es geht um die Frage, wie der Landkreis Northeim in den kommenden Jahren geführt werden soll. So formuliert es die CDU in einem Medieninfo. In der Stellungnahme heißt es weiter:
„Wir wollen einen Wechsel an der Spitze des Landkreises. Und wir sagen auch deutlich, warum", erklärt die CDU Bad Gandersheim. „Der Landkreis braucht aus unserer Sicht nicht nur Verwaltungserfahrung. Er braucht jemanden, der gestaltet, Prioritäten setzt, wirtschaftliche Zusammenhänge versteht und Verantwortung für schwierige Entscheidungen übernimmt."
Für die CDU bringt Thorsten Kühn dafür die richtigen Erfahrungen mit. Er arbeitet als Führungskraft bei Volkswagen Financial Services, verfügt über langjährige Erfahrung im IT-Bereich und trägt dort Verantwortung für rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gleichzeitig kennt er die Kommunalpolitik aus langjähriger eigener Tätigkeit. Im Kreistag ist er Vorsitzender des Ausschusses für Finanzen und Personal.
Der Landkreis besteht nicht nur aus seiner Kreisstadt.
Als Einwohner der Gemeinde Kalefeld kennt Kühn zudem die Situation kleinerer Kommunen und des ländlichen Raums aus eigener Erfahrung. Gerade für Bad Gandersheim ist das für die CDU ein entscheidender Punkt. „Der Landkreis Northeim besteht nicht nur aus seiner Kreisstadt. Bad Gandersheim und die kleineren Städte und Gemeinden brauchen einen Landrat, der ihre Situation kennt und ihre Interessen ernst nimmt. Schulen, Infrastruktur, Digitalisierung, wirtschaftliche Entwicklung und solide Finanzen sind hier keine abstrakten Verwaltungsthemen. Sie entscheiden ganz konkret darüber, welche Entwicklungsmöglichkeiten unsere Kommunen haben." Die CDU Bad Gandersheim erwartet deshalb von einem künftigen Landrat einen Blick auf den gesamten Landkreis und transparente, nachvollziehbare Entscheidungen.
Simon Hartmann muss sich an seiner Bilanz in Northeim messen lassen Deutlich kritischer betrachtet der Stadtverband die bisherige Bilanz von Simon Hartmann. Für die CDU gehört zu einer Stichwahl auch, offen darüber zu sprechen, welche Verantwortung beide Kandidaten bisher getragen haben und welche Ergebnisse damit verbunden sind. Besonders die Entwicklung der Northeimer Stadtfinanzen wirft aus Sicht der CDU Fragen auf.
Der von Bürgermeister Simon Hartmann eingebrachte erste Entwurf für den Doppelhaushalt 2025/26 sah für beide Jahre zusammen ein Defizit von mehr als 25 Millionen Euro vor. Im Northeimer Stadtrat fand dieser Entwurf keine Mehrheit und musste anschließend deutlich überarbeitet werden. „Wer sich um die finanzielle und administrative Verantwortung für einen ganzen Landkreis bewirbt, muss sich auch an der Bilanz der Stadt messen lassen, die er bisher geführt hat. Ein Haushaltsentwurf mit einem Defizit von mehr als 25 Millionen Euro in zwei Jahren ist keine Randnotiz. Darüber muss in einer Landratswahl gesprochen werden dürfen."
Die CDU verschweigt dabei nicht, dass sich die aktuelle Haushaltsprognose Northeims inzwischen verbessert hat. Auch nach Angaben der Stadt wird für
2026 jedoch weiterhin mit einem Fehlbetrag gerechnet. „Es geht uns nicht darum, Northeim schlechtzureden. Es geht um eine ganz einfache Frage: Welche Erfahrungen und welche Bilanz bringen die beiden Kandidaten für die Verantwortung mit, die sie künftig für den gesamten Landkreis übernehmen wollen?"
Verwaltungserfahrung allein reicht nicht.
Simon Hartmann verfügt über langjährige Erfahrung in Verwaltung und Kommunalpolitik. Für die CDU Bad Gandersheim ist das jedoch nicht das einzige Kriterium für die Führung eines ganzen Landkreises. „Ein Landrat verwaltet nicht nur eine Behörde. Er muss gestalten, unterschiedliche Interessen zusammenführen, finanzielle Prioritäten setzen und einen Landkreis strategisch weiterentwickeln. Genau hier sehen wir einen entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Kandidaten." Thorsten Kühn verbindet aus Sicht des Stadtverbandes Führungserfahrung aus der Wirtschaft mit IT-Kompetenz, kommunalpolitischer Erfahrung und seiner Arbeit im Finanz- und Personalbereich des Kreistages.
„Thorsten Kühn weiß, was es bedeutet, Verantwortung für Menschen, Strukturen und Entscheidungen zu tragen. Er kennt wirtschaftliche Abläufe ebenso wie kommunalpolitische Entscheidungsprozesse. Und er weiß aus eigener Erfahrung, vor welchen Herausforderungen gerade kleinere Gemeinden stehen."
„Ein Landrat ist nicht der Landrat einer Partei"
Auch politisch spricht sich die CDU Bad Gandersheim bewusst für einen Wechsel aus. „Ein Landrat ist nicht der Landrat seiner Partei. Und er ist auch nicht der Landrat einer einzelnen Stadt. Er trägt Verantwortung für den gesamten Landkreis. Wir wollen Entscheidungen, bei denen für die Menschen nachvollziehbar bleibt, nach welchen Kriterien sie getroffen werden und bei denen die Interessen kleinerer Kommunen dasselbe Gehör finden wie die Interessen der Kreisstadt." Für Bad Gandersheim sei entscheidend, dass der künftige Landrat die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kommunen kenne und den ländlichen Raum nicht nur aus Verwaltungsvorgängen betrachte.
Am 27. September geht es um eine Richtungsentscheidung
Die Stichwahl ist deshalb für die CDU Bad Gandersheim mehr als eine reine Personalentscheidung. „Die Wählerinnen und Wähler entscheiden zwischen zwei Kandidaten mit sehr unterschiedlichen beruflichen und politischen Erfahrungen. Wir wollen einen Wechsel. Thorsten Kühn bringt wirtschaftliche Erfahrung, Führungskompetenz, IT-Kenntnisse, finanzpolitische Erfahrung und kommunalpolitische Praxis zusammen.
Gleichzeitig kennt er die Perspektive der kleineren Gemeinden unseres Landkreises."
Die CDU Bad Gandersheim unterstützt deshalb die Kandidatur von Thorsten Kühn und ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, so David Artschwager in der Medieninfo.